| Riesiger „Nussknacker“ schafft Platz | | Drucken | |
Achtgeschossiges Schwesternheim am Stadionring musste weichen – Longfront-Bagger leise und umweltschonend
Zange hängt am 24-Meter-ArmImmer wieder fanden sich Schaulustige an der Abrissstelle ein. Der Abbruch fand in unmittelbarer Nähe der Universitätskinderklinik statt. Hier ging der Klinikbetrieb während der Bauarbeiten natürlich weiter. "Aus diesem Grunde haben wir uns für eine Abbruchfirma entschieden, die besonders leise, effektiv und umweltschonend arbeitet", sagt Iris von der Lippe, Vorstand der Stiftung Kinderzentrum Ruhrgebiet. Seit dem 6. November knabberte deshalb ein "Longfront"-Bagger der Dortmunder Firma Paul Kamrath mit einer Zange, die an der Spitze eines 24 Meter langen Armes virtuos bewegbar ist, wie eine Art mechanischer Nussknacker das alte Gebäude Stück für Stück weg. Im Rhein-Ruhr-Raum gibt es nur drei dieser geschickten Ungetüme. Für das ehemalige Schwesternwohnheim - es entspricht 14.500 cbm umbautem Raum - musste sein Appetit schon enorm sein. Arbeiten vor Weihnachten beendetAußer dem Baggergeräusch war auf dem Gelände allerdings wenig zu hören. "Der Longfront-Bagger arbeitet besonders erschütterungsarm, hat eine hohe Reichweite und vermeidet durch sein gezieltes Arbeiten gefährliche Handarbeit", sagt Statiker und Firmenchef Paul Kamrath (61). Der Bauschutt selbst wurde säuberlich in seine Bestandteile Metall, Holz und Stein getrennt, bevor der eigentliche Bauschutt recycled wird. Die reinen Abbrucharbeiten nahmen rund zwei Wochen in Anspruch, die Verfüllung der Baugrube und das Herrichten das Grundstück weitere zwei bis drei Wochen. "Kurz vor Weihnachten sind wir fertig", versprach Firmenchef Paul Kamrath zu Beginn der Arbeiten. Er hielt Wort - Mitte Dezember kehrte auf dem Gelände am Stadionring wieder vorweihnachtliche Ruhe ein. Nussknacker-Suite. Oder: Wie ein Schwesternheim verschwandIm Winter 2002 musste ein altes Schwesternheim dem zukünftigen Kinderzentrum Platz machen - Der Fotojournalist Stefan Kuhn hat die Aktion in einer Bild-Collage dokumentiert Bochum, im Januar 2003. Unerbittlich knabberte er sich durch: Wie ein riesiger Nussknacker machte von November bis Dezember 2002 der Longfront-Bagger de Dortmunder Abbruchunternehmens Paul Kamrath das alte Schwesterheim auf dem Gelände des St. Josef-Hospitals dem Erdboden gleich. In nur acht Wochen verschwand das sechsstöckige Gebäude und machte Platz für das zukünftige Kinderzentrum, das ab Frühjahr 2003 an diesem Ort nahe des Stadionrings errichtet werden soll. KiZ-Beitrag vom 09.01.2003
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Bochum, im Dezember 2002. Ran an den Bau! Die Stiftung Kinderzentrum Ruhrgebiet hat den Abriss eines achtgeschossigen Schwesternheimes auf dem Gelände des St. Josef-Hospitals abgeschlossen. Auf dem Areal, das die Stiftung für 99 Jahre von der St. Elisabeth-Stiftung gepachtet hat, soll im nächsten Jahr mit dem Bau des Kinderzentrums Ruhrgebiet begonnen werden. Der entsprechende Bauantrag – ausgearbeitet vom Bochumer Architektenbüro Kemper, Steiner & Partner – wurde Anfang Dezember an die Stadt Bochum weitergeleitet.