Aktuelles und Aktionen

Projektarbeit auf starkem Fundament

 

Empfang der Stiftung Kinderzentrum Ruhrgebiet – neuer Vorstand

Bochum, im Juni 2017. Beim ersten Jahresempfang unter neuer Vorstandsbesetzung begrüßte die Vorstandsvorsitzende Angela Siebold rund 60 Gäste im Hörsaalzentrum des St. Josefs-Hospitals an der Gudrunstraße herzlich: „Danke! Danke für jahrelange Freundschaften, jahrelange Treue, jahrelanges Engagement und Ehrenamt!“ Der Dank an ausgewählte Helfer durchzog den Abend wie ein roter Faden. Gleichzeitig wurde die Chance ergriffen, den neuen Vorstand vorzustellen, einen Rückblick auf das Erreichte zu tun und die aktuelle Projektarbeit in den Vordergrund zu stellen.

 

Stiftungsarbeit bedeutet immer auch, sich den aktuellen Anforderungen und Ansprüchen zu stellen, Entwicklungen zu erkennen und neue Wege zu beschreiten. Michael Bernau, Vorsitzender des Kuratoriums, das den neuen Vorstand aus Angela Siebold (Vorsitz), Jakob Janitzki, Jochen Jansen, Rolf F. Oberhaus und Dr. Sebastian Trappe stets unterstützt hat, begründet: „Das Kernziel der Stiftung, die Erlangung des Status ‚Sozialpädiatrisches Zentrum’ für die Kinderklinik, ist Ende 2015 erreicht worden. Seitdem werden in der Stiftung zusätzlich begonnene Projekte weitergeführt und neue Aufgabenstellungen projektiert.

 

PD Dr. Christoph Hanefeld, Ärztlicher Geschäftsführer des Katholischen Klinikums Bochum, betonte die ungebrochen enge Verbindung seines Hauses zur Stiftung. „Auch bei jedem Auf und Ab in den letzten Jahren galt für uns beide der Grundsatz ‚Wir wollen kranken Kindern helfen‘“. Dr. Hanefeld wies darauf hin, dass Organisationen wie die Stiftung in die Lücken im engmaschigen Feld des beitragsfinanzierten Gesundheitssystems stoßen und hier Arbeit von außergewöhnlichem Wert leisten. Er riss die vielen wertvollen Projekte der Stiftung an, die sich kranken oder von Krankheit bedrohten Kindern widmen. Viele der Projektleiter kamen später zu Wort und berichteten von ihrer Arbeit.

 

Wertvolle Projektarbeit

So kann sich die Stiftung die Anschaffung eines hochmodernen Kinderröntgengerätes auf die Fahnen schreiben, genauso den Erhalt des Schwimmbads – hier wurde Jochen Grothkop, Norbert Büttner und Paul Diekamp, den ehrenamtlichen Betreuern des pflegeintensiven Bades, ein Ehrenpreis verliehen. Das Schwimmbad wiederum stützt die Arbeit des Familienforums Ruhrgebiet – mittlerweile Familienbildungsstätte –, wie Leiterin Christiane Ebbert berichtete. Auch die Weiterbildung von Fachkräften sei gelungen, neben weiteren segensreichen Initiativen.

 

Prof. Dr. Thomas Lücke, Direktor (komm.) der Universitätskinderklinik im St. Josef-Hospital, nannte interessante Zahlen. So betreue die Kinderklinik jedes Jahr 18000 Notfallpatienten, 4500 stationäre Patienten und 18000 weitere in Spezialambulanzen, 2000 Patienten im MVZ für Pädiatrische Endokrinologie und 2000 Patienten im Sozialpädiatrischen Zentrum (SPZ). Prof. Lücke: „Wir gehen umfassend auf das komplex kranke Kind ein und haben ein großes Fangnetz für die Unterstützung von Eltern und Familien betroffener Kinder aufgebaut. Bei uns gibt es von der frühen Diagnostik und Therapie bis zur Nachsorge – etwa über den Bunten Kreis – alles unter einem Dach! Aber das könnten wir alles nicht leisten ohne die Stiftung Kinderzentrum Ruhrgebiet, das Familienforum, die Elterninitiative Menschen(s)kinder, den Förderverein Lucia Palliativ e.V. und die Stiftung ‚Auszeit‘“. Prof. Lücke, PD Dr. Anjona Schmidt-Choudhury, OA Eggert Lilienthal und Prof. Dr. Rainer Siefen stellten aktuelle Forschungsprojekte vor, die von der Stiftung maßgeblich unterstützt werden.

 

Ein großes Dankeschön gab es für Ilse Weyers für ihre langjährige Begleitung der Stiftung, genauso wie für den Round Table 81. Die Roundtabler haben über die Jahre der Stiftung rund 50.000 Euro an Spendengeldern übergeben können. Auch jetzt hatten Dr. Mustafa Rahim und Björn Janzik aus dem Vorstand für ein nützliches Geschenk gesorgt: eine spezielle Liege, um Kinder und Jugendliche mit Handicap leichter ins Schwimmbad zu heben. Schließlich wurde eine Auszeichnung verliehen: Nach drei Jahren wurde Heike van gen Hassend von der Bäckerei & Konditorei Lingemann als Trägerin der „Helping hands“ mit großem Applaus verabschiedet. Sie übergab die Skulptur an Rolf Somplatzki und Myriam Woite aus dem Vorstand von „rent-a-byte“: Das IT-Unternehmen programmiert Weblösungen für kleine und mittelständische Unternehmen und wird über ihr Projekt „Wolfsbank-Cup“ die Stiftung unterstützen. Rolf Somplatzki: „Bei der Stiftung Kinderzentrum Ruhrgebiet wissen wir, wohin das Geld geht – und wem es guttut.“


Stiftungsvorstand Angela Siebold überreicht einen Ehrenpreis an Jochen Grothkop (re.), Norbert Büttner (li.) und Paul Diekamp, den ehrenamtlichen Betreuern des Schwimmbades.


Großherzige Unterstützer: Heike van gen Hassend von der Bäckerei & Konditorei Lingemann (li.) überreicht die „Helping hands“ an Rolf Somplatzki (re.) und Myriam Woite vom IT-Unternehmen „rent-a-byte“.


Tolle Spende des Round Table Bochum 81: Dr. Mustafa Rahim (re.) und Björn Janzik präsentieren die spezielle Liege, die Kindern mit Handicap den Einstieg ins Schwimmbad erleichtert.

Alle Fotos: © Foto: Anja Micke/Stiftung Kinderzentrum Ruhrgebiet